Die Vereinigung jiddischer Polizisten
Buchempfehlung
    

Meyer Landsmann ist Kommissar bei der Kripo in Sitka mit einer aktuell eher miserablen Aufklärungsrate. Seit seiner Scheidung lebt er im Hotel „Zamenhof“, einer billigen Absteige, deren verlebtes Interieur ausgezeichnet mit Meyers zerknitterten Anzügen korrespondiert.

Hier, in seinem neuen Zuhause, wird er mit seinem nächsten Fall betraut: Der Sohn des Rabbis, ein ehemaliges Schach-Wunderkind, wird ermordet in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Landsmann möchte durch die Aufklärung dieses Falles aus seiner beruflichen Sackgasse wieder herausfinden. Doch ausgerechnet jetzt wird von oberster Stelle entschieden, den Fall nicht weiter zu verfolgen. Zudem wird seine Exfrau seine neue Vorgesetzte.

Landsmann beschließt, auf eigene Faust weiter zu ermitteln, unterstützt von seinem Freund und Kollegen Berko Shemets.

Das Szenario dieses Buches ist einesteils irrwitzig und andererseits ganz real, es dient als Hintergrund einer Kriminalgeschichte, erzählt im Stil der großen amerikanischen Autoren der 40er und 50er Jahre.

Dazu Chabons elegante und feinsinnige Sprache, sein trockener Humor und sein Mitgefühl angesichts menschlicher Schwächen. Das macht dieses Buch zu einem außergewöhnlich anderem und besonderem Lesevergnügen.

   
Martin Lösch zurück
  
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