Das wilde Kind
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Victor wird nach Paris zu einem Arzt gebracht, bei dem er auch wohnt. Dieser versucht, ihm die Grundregeln des menschlichen Miteinanders beizubringen. Auffallend ist die starke Narbe am Hals des jungen Mannes, ein Indiz dafür, das seine Eltern ihn im Wald ausgesetzt haben und ihn umbringen wollten, eine damals nicht ganz unübliche Methode, um sich eines ungeliebten Kindes und Essers zu entledigen.

Dieser Umstand rührt den jungen Arzt so sehr, dass er sich mit noch mehr Geduld und Umsicht um die Resozialisierung des Jungen bemüht. Zudem ist die Erforschung menschlicher Sozialisation ein Thema, das in Folge der Französischen Revolution gerade groß in Mode ist.

Neben Kaspar Hauser ist dies der berühmteste Fall eines „Wolfskindes“, und auch hier stoßen alle Beteiligten immer wieder an eine unüberbrückbare Grenze. Doch Victor ist zumindest ein längeres und friedvolleres Leben beschieden als Kaspar Hauser.

 

   
Martin Lösch zurück
  
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